설교 말씀

Predigttext

Download: Predigttext 19.09.2021

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Wahrer Dank und Gottes Gnade (Lukas 17,11-19)

Die heutige Bibelstelle erzählt eine Geschichte, die von Dank handelt. Eines Tages traf Jesus zehn Leprakranke. Lepra war damals eine unheilbare Krankheit. Dennoch baten die zehn Leprakranken Jesus um Mitleid und Barmherzigkeit. Daraufhin heilte Jesus alle zehn Leprakranke. Aber von den zehn kam nur einer, um sich zu bedanken. Und Jesus fragte, „Wo sind aber die neun?“ Jesus fragte nicht, weil er nicht wusste, wo die anderen neun waren, denn schließlich war er der Sohn Gottes. Er fragte jedoch, um uns daran zu erinnern, dass wir dankbar sein sollen, denn sehr oft vergessen wir dankbar zu sein. Heute möchte ich darüber sprechen, was Dank ist und wie wir danken können.

1. Wahrer Dank ist personengerichtet

Als erstes müssen wir verstehen, dass wahrer Dank kein willentlicher Akt oder eine Form der Höflichkeit, sondern eine Herzensangelegenheit ist. Zum Beispiel kann ein Kind anstatt dem gewünschten Spielzeug ein langweiliges Buch als Geschenk bekommen. Es wird sich vielleicht aus Höflichkeit bedanken, aber im Herzen wird es nicht unbedingt dankbar sein. Wenn das Kind jedoch das gewünschte Spielzeug geschenkt bekommt, wie sehr würde es sich im Herzen darüber freuen? Wahrscheinlich würde es ein Freudentanz machen und sich im Herzen sehr glücklich fühlen. Aber auch das ist nicht vollkommen wahrer Dank. Wahrer Dank geschieht im Herzen und ist an die Person gerichtet, die dem Kind das Geschenk gemacht hat. Wahrer Dank ist also nicht nur das glückliche Herz über die Gabe, sondern gegenüber dem Geber. Auch in der heutigen Geschichte können wir sehen, dass wahrer Dank personengerichtet ist. Zehn Leprakrank wurden von ihrem Aussatz befreit. Wahrscheinlich haben sie Freudentänze gemacht. Aber nur einer kam zu Jesus, um sich zu bedanken.

2. Wahrer Dank entspringt aus der Gnade Gottes

Das griechische Wort für Gnade ist „charis“. Das griechische Wort für Dank ist „eucharis“. In dem Wort Dank steckt also die Gnade. Jemand, der Gnade empfangen hat, empfindet Dank, denn Gnade ist, wenn wir etwas empfangen, was wir nicht verdient haben. Die zehn Leprakranken waren aufgrund ihrer Krankheit zum Tode verurteilte Menschen. Aber Jesus heilte sie von ihrer Krankheit. Lepra steht in der Bibel für Sünde. Vielleicht haben wir kein Lepra, aber wir alle sind Sünder und zum Tode verurteilte Menschen. Jesus hat uns jedoch vom Tod errettet. Das ist Gnade. Und wer einmal diese Gnade erfährt, der kann nicht anders, als dankbar zu sein. Wahrer Dank entspringt also aus der Gnade Gottes.

3. Wahrer Dank verherrlicht Gott

In der Geschichte fragt Jesus, wo die anderen neun sind. Er fragt, „Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrt, um Gott die Ehre zu geben?“ Mit anderen Worten, Gott zu danken verherrlicht ihn. Ein Missverständnis bei einigen Menschen bezüglich dem Evangelium ist, dass das Evangelium von Sünde befreit und zu einem Leben nach eigenem Willen. Ja, das Evangelium schenkt uns zwar die Freiheit, allerdings ruft es uns auch zu einem Leben zur Ehre Gottes. Das Evangelium endet nicht beim befreiten Menschen, sondern endet bei der Ehre Gottes. In Römer 11,36 steht geschrieben, „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“ Mit anderen Worten, Gott hat uns geschaffen, errettet und gerufen zu einem Leben, das ihm dankt und ihn verherrlicht.