설교 말씀

Predigttext


Download: Predigttext 13.06.2021

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Bibelstelle: 1. Chronik 4:9-10
9 Ein Mann namens Jabez war der angesehenste unter seinen Brüdern. Bei seiner Geburt hatte seine Mutter gesagt: »Ich habe ihn mit Schmerzen geboren«, und deshalb hatte sie ihn Jabez genannt.
10 Er selbst aber hatte zum Gott Israels gebetet: »Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern!« Diese Bitte hatte Gott erhört.

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Ein Kanal des Segens

Heute möchte ich auf einen Mann namens Jabez schauen. In der ganzen Bibel gibt es lediglich zwei Verse, die von Jabez handeln, aber diese beiden Verse sagen uns, warum Gott Jabez segnete und ihn gebrauchte. Es gibt drei Dinge, die wir aus dem Leben von Jabez lernen können, um von Gott gesegnet und gebraucht zu werden.

1. Jabez war ein Mann mit einem Herzen, das gebraucht werden wollte

Jabez verlangte in seinem Herzen von Gott gesegnet und gebraucht zu werden. Deshalb bete-te er um Gottes Segen und dass Gott sein Gebiet erweitern sollte. Wie sieht es mit uns aus? Viele von uns haben Ziele, Pläne und Träume, aber wie sieht es geistlich aus? Verlangt es uns geistlich gesegnet zu werden, geistlich zu wachsen und geistlich gebraucht zu werden? Oftmals halten uns drei Dinge vom Segen Gottes ab. Erstens, Angst. Wir verwechseln Angst mit Demut und sagen uns, dass Gott uns niemals gebrauchen kann. Wir sagen, „Ich bin viel zu klein, oder zu jung, oder zu unbedeutend, etc.“ Aber das ist Angst. Wahre Demut sagt, dass wir Dinge nicht aus unserer eigenen Kraft tun können, aber dass wir Dinge tun können, wenn Gott uns hilft. Zweitens, Zufriedenheit. Oftmals verwechseln wir Faulheit mit Zufriedenheit. Wir sagen, dass wir mit den Dingen, die wir haben, zufrieden sein sollten. Aber letzten Endes lähmt uns diese „Zufriedenheit“ und hält uns davon ab uns weiterzuentwickeln und geistlich zu wachsen. Drittens, wir denken zu klein. Wir sagen, „Ich diene Gott klein, aber fein.“ Aber genau das hält uns davon ab unser Gebiet zu erweitern. Wir werden immer in unserem jetzigen Gebiet bleiben.

2. Jabez war ein Mann des Glaubens

Die Bibel sagt nicht, dass Jabez ein besonderer Mann mit besonderen Fähigkeiten war. Die Bibel sagt nicht, dass er reich, gebildet oder talentiert war. Aber wir können sehen, dass er ein Mann des Glaubens war. Offenbar hatte Jabez ein Handicap. Wir wissen zwar nicht genau was, aber die Bedeutung seines hebräischen Namens lautet „Kummer“. Wahrscheinlich gebar seine Mutter ihn unter großen Schmerzen und nannte ihn deshalb „Jabez“. Jedes Mal, wenn sie ihren Sohn sah, dann musste sie sich daran erinnern und jedes Mal, wenn Jabez seinen Namen hörte, dann musste er sich an die Bedeutung seines Namens erinnern. Aber dieses Handicap hielt ihn nicht davon ab daran zu glauben, dass Gott größer war als sein Handicap, dass Gott ihn trotzdem segnen und gebrauchen konnte. Auch wir haben Handicaps in unserem Leben. Es sind Komplexe, gesundheitliche Probleme, finanzielle Probleme, Verletzungen, Enttäuschungen, etc. Die Erinnerung an diese Handicaps können uns runterziehen und uns davon abhalten daran zu glauben, dass Gott uns segnen möchte und gebrauchen kann. Aber Jabez überwindete sein Handicap im Glauben. Deshalb erhörte Gott sein Gebet.

3. Jabez war ein Mann des Gebets

In der ganzen Bibel gibt es nur zwei Verse über Jabez und einer davon ist sein Gebet. Jabez Geheimnis des Segens war Gebet. Er betete für zwei Dinge. Erstens, für Segen und einer Erweiterung seines Gebiets. Auf den ersten Blick mag dieses Gebet selbstsüchtig erscheinen. Aber Gott erhörte dieses Genbet. Warum? Weil Jabez mit dem richtigen Motiv betete. Er betete nicht aus Selbstsucht, sondern wollte eine Kanal des Segens werden. Gott segnet uns, damit wir diesen Segen weiterleiten. Und je mehr wir geben, desto mehr erhalten wir. Es ist ein Paradox und zugleich wahr. Zweitens, für Gottes Gegenwart und Schutz. Warum? Weil mit der Erweiterung seines Gebiets mehr Verantwortung und Probleme kommen würden. Mit Erfolg kommt auch immer Druck und Stress. Je größer unser Gebiet wird, desto mehr werden unsere Feinde, Neider und Kritiker. Je mehr Gott uns segnet, desto mehr wird uns Satan an-greifen. Deshalb betete Jabez um Gottes Gegenwart und Schutz. Es ist also absolut in Ordnung für Gottes Segen zu beten und dafür von Gott gebraucht zu werden. Er möchte uns sogar segnen, sei es materiell, gesundheitlich oder geistlich, und uns gebrauchen, indem wir diesen Segen als einen Kanal weiterleiten.