설교 말씀

Predigttext


Download: Predigttext 29.11.2020

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Bibelstelle: Apostelgeschichte 1:14
14 Auch die Frauen waren dabei und Maria, die Mutter von Jesus, sowie seine Brüder. Sie alle waren einmütig beieinander und beteten beharrlich um das Kommen des Heiligen Geistes.

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Predigt: Eine betende Gemeinschaft

Gott möchte durch sein Wort zu uns sprechen. Wenn Gott zu uns spricht, dann müssen wir darauf reagieren. Wie können wir darauf reagieren? Durch Gebet. Heute möchte ich über Gebet und die Wichtigkeit von Gebet sprechen.

1. Gebet ist Reaktion auf Gottes Wort

In 1. Thessalonicher 5,17 steht geschrieben, dass wir kontinuierlich beten sollen. Allerdings ist das nicht immer so einfach. Warum wohl? Weil wir versuchen aus eigener Kraft und Initiative zu beten. Es gibt ein Prinzip, das wir verstehen müssen, wenn wir beten möchten. Und zwar macht Gott immer den ersten Schritt in unserem Leben. Gott ist immer der Initiator aller Dingen in unserem Leben. Wir lieben Gott, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Wir dienen Jesus, weil Jesus uns zuerst gedient hat. Wir geben Gott, weil Gott uns zuerst gegeben hat. Alles in unserm Leben ist von Gott und ein Geschenk an uns. Die Luft, die wir atmen, unsere Ge-sundheit, unser Verstand, unser ganzes Leben. Gott ist der Initiator aller Dinge in unserem Leben und wir können immer nur darauf antworten. Und dasselbe gilt auch für Gebet. Gebet ist im Prinzip eine Antwort auf Gottes Wort zu uns. Was ist Gebet? Gebet ist Dank, Lobpreis, Buße, Liebesbekenntnis, etc. Aber wann danken wir Gott im Gebet? Wenn wir seine Gnade erfahren. Wann lobpreisen wir Gott im Gebet? Wenn wir seine Herrlichkeit sehen. Wann tun wir Buße im Gebet? Wenn wir seine Barmherzigkeit erkennen. Wann bekennen wir unsere Liebe zu Gott im Gebet? Wenn wir seine Liebe spüren. Gebet ist immer eine Reaktion auf Gott und sein Wort. Wort und Gebet gehen stets zusammen. Und das ultimative Ziel von Wort und Gebet ist es ihn kennenzulernen und eine intime Beziehung mit ihm zu haben.

2. Gebet ist Vertrauen in Gott

Gebet ist ein Ausdruck von Vertrauen in Gott. Warum beten wir oftmals nicht? Nicht, weil wir Gott nicht vertrauen, sondern weil wir uns selbst mehr vertrauen. Gebet ist eigentlich nichts anderes als Gott um Hilfe zu bitten und das Eingeständnis, dass wir gewisse Probleme in unserem Leben nicht aus eigener Kraft lösen können. Diese Erkenntnis kann sehr demüti-gend sein. Lieber möchten wir versuchen unsere Probleme aus eigener zu lösen. Wir greifen lieber auf unsere eigenen Mittel, Fähigkeiten, Erfahrungen, etc. als das wir jemanden um Hilfe bitten. Aber die Bibel sagt in Johannes 15, dass wir ohne Jesus nichts vermögen. So wie eine Rebe ohne den Weinstock keine Frucht bringen kann, so können wir ohne Jesus nichts schaffen. Jesus sagt, dass die Lösung im Halten seines Wortes liegt. Und als Reaktion auf sein Wort beten wir.
Manchmal geschehen in unserem Glaubensleben Dinge, die wir nicht verstehen. Warum? Weil Gott unsere Aufmerksamkeit möchte, weil er möchte, dass wir beten, weil er möchte, dass wir ihm in jeder Situation unseres Lebens vertrauen. Manchmal beten wir, und die Dinge ändern sich trotzdem nicht. Warum? Weil es einen Grund dafür gibt. Es gibt immer einen Grund bei Gott. Auch wenn wir nicht immer dieser Gründe wissen, so können wir dich gewiss sein, dass Gott uns liebt und besseres für uns vorbereitet hat. Er möchte lediglich, dass wir ihm vertrauen und im Gebet zu ihm kommen.

3. Gebet ist Weg zur Erweckung

Jede Erweckung in der Kirchengeschichte begann mit Gebet. Aber nicht das Umfeld hat sich zuerst verändert, sondern es war immer der Beter, der sich als erstes veränderte. Jede Erwe-ckung beginnt also beim Beter. Was ist Erweckung? Erweckung ist Erneuerung, Veränderung, Heiligung. Gebet ist eigentlich ein geistliches Training. Wenn wir beten, dann tauchen wir in die geistliche Welt ein und stehen vor dem Thron der Gnade Gottes. In seiner Gegenwart werden wir verändert und geheiligt. Aber es gibt ein Problem! Nicht jeder kann so einfach vor den Thron der Gnade Gottes kommen. So wie man ein Passwort für ein Login benötigt, so braucht man auch ein Passwort, um Zugang zum Thron der Gnade Gottes zu erhalten. Wie lautet wohl dieses Passwort? Es ist der Name Jesu. Lasst uns mal Johannes 14,13-14 lesen! Warum der Name Jesu? Weil wir in unserem Namen nicht das Recht haben vor Gott zu kommen. Weil wir Sünder sind. Aber in Jesu Namen können wir vor Gott kommen, weil Jesus für unsere Sünde gestorben ist. In uns steckt keine Gerechtigkeit, aber wenn in uns Jesus ist, dann ist seine Gerechtigkeit in uns und wir können vor Gott treten. Und wenn wir vor Gott treten, dann verändern wir uns in seiner Gegenwart. Gebet ist der Zugang zu Gottes Ge-genwart, in der wir Erneuerung, Veränderung und Heiligung erfahren können.

Warum spreche ich heute über Gebet? Weil heute der erste Advent ist. Die Adventszeit ist eine Gebets- und Bußzeit, um sich auf das Kommen Christi vorzubereiten. Mögen wir die Adventszeit nutzen, um im Gebet vor Gott zu kommen und uns im Herzen auf Weihnachten vorzubereiten.